Erziehung und Bildung

     Alle Kinder und Jugendlichen des Kinderheims besuchen – je nach Alter – den Kindergarten, die Grundschule, weiterführende oder Berufsschulen. Die Kleinen werden darüber hinaus im Haus bei den Hausaufgaben betreut. Dies ist besonders wichtig, da die Kinder aufgrund des Milieus, aus dem sie stammen, erhebliche Defizite im Wissen mitbringen. Besonders gravierend wird dies, wenn beispielsweise ein Vierzehnjähriger im Heim aufgenommen wird, der (trotz bestehender Schulpflicht!) noch nie eine Schule besucht hat. Die schulischen Leistungen der Heimkinder liegen im Schnitt regelmäßig über denen der anderen Schulkinder. Dies zeigt sich in den Zeugnissen und in zahlreichen Preisen, mit denen die Besten am Ende eines Schuljahres belohnt werden.

      Es werden mit den Kindern und Jugendlichen Gespräche über Erfolge und Ziele in der Ausbildung geführt –hierüber werden Vermerke für die persönliche Akte angefertigt.

   Die Kinder und Jugendlichen haben – altersentsprechend – Zugang zu allen Massenmedien (Fernsehen, Radio, Video, Zeitschriften, DVD). Gefördert wird auch – je nach Interessenlage -die Teilnahme an öffentlich angebotenen Aktivitäten.

    Die Kinder und Jugendlichen werden auch dazu angehalten, sich ihrem Alter entsprechend im Kinderheim nützlich zu machen. Dazu zählen die Vorbereitung und das Servieren der Speisen, Küchendienst (Abwaschen), Hausreinigung, Gartenarbeit, Betreuung der Kleinen durch Ältere.

    Im Rahmen der vorhandenen Werkstätten haben die Jugendlichen die Möglichkeit, professionelle Fähigkeiten zu entwickeln, um sich so später den Einstieg in die Arbeitswelt zu erleichtern.

 

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